Auf der zweiten Seite der Seat Hisorie geht´s um die Jahre 1980 - 1989

 












1980 – Im Mai beschließt FIAT unerwartet, sich nicht an der Kapitalerhöhung zur Finanzierung eines ehrgeizigen Industrie-Restukturierungsplanes bei SEAT
            zu beteiligen und läutet so das Ende einer 30jährigen Zusammenarbeit ein. 32.000 SEAT-Mitarbeiter setzen eine Milliarde Dollar um.
1981 – Fiat verkauft seine durch frühere Zukäufe von den Banken auf 44 Prozent angewachsenen SEAT-Anteile an die INI, welches damit 95 Prozent aller
            Aktien hält. Die übrigen fünf Prozent befinden sich im Streubesitz. SEAT ist damit fast vollständig im Staatsbesitz. Die Firma beginnt mit der
            Entwicklung der ersten eigenen Fahrzeuge: Ronda, Ibiza, Malaga und Marbella.

   
   
   
   

1982 – SEAT führt mit dem blauen Unternehmenslogo eine neue Corporate Identity ein. 30. September: ein Produktions- und Wirtschaftsabkommen
            zwischen SEAT und Volkswagen wird unterzeichnet. SEAT produziert 120.000 VW-Modelle pro Jahr (Polo, Santana und Passat). Davon sind
            50.000 für den Export bestimmt. SEAT übernimmt außerdem den Verkauf von Audi und VW-Modellen in Spanien, sowohl selbst gebauter als auch
            importierter Modelle.

1983 – Der fünfmillionste SEAT wird produziert. Die Modelle Fura und Ronda werden vorgestellt. Der Export erreicht Ende des Jahres 84.542 Einheiten. In
            der “Zona Franca” von Barcelona beginnt die Produktion des VW Passat. Am 10. März wird die SEAT Deutschland GmbH gegründet.

                                                                                                                  

1984 – Der erste SEAT Ibiza rollt am 27. April vom Band des Werkes der Zona Franca. Es ist das erste in Eigenregie entwickelte Modell der spanischen
            Marke. Mit einem Motor “System Porsche”, dem Design von Giugiaro und der Fahrgastsicherheitszelle von Karman hatten sich erfahrene Partner an
            dem Projekt beteiligt. Start der Produktion des VW Polo in Pamplona. Die Exportrate stieg gegenüber dem Vorjahr um 76 Prozent.
1985 – Das Stufenheckmodell Malaga wird eingeführt. Die Produktion des Polo Classic und des Santana läuft an. Der 100.000ste Polo aus spanischer
            Produktion (Werk Pamplona) rollt vom Band.

1986 – Volkswagen übernimmt am 18. Juni 51 Prozent an SEAT und erhöht die Beteiligung am 23. Dezember auf 75
            Prozent. Der sechsmillionste SEAT wird gebaut. Es folgt das Debüt des Modells Marbella und der Produktionsstart des Kleintransporters Terra auf
            Marbella-Basis. Die fünftürige Version des Ibiza wird vorgestellt. Der Mitarbeiterstamm wächst auf 22.197 Personen. Die Motorsport-Abteilung
            “SEAT Sport“ wird gegründet.

                          

                   

1987 – Mit 400.000 Fahrzeugen im Jahr erzielt SEAT einen neuen Produktionsrekord. Fast 250.000 Einheiten werden exportiert. In Pamplona wird das
            Polo Coupé in die Produktion aufgenommen. Der SEAT Malaga Injection und der Ibiza Sxi mit Einspritzanlage werden vorgestellt. Bei SEAT
            arbeiten 23.543 Mitarbeiter.
                                                                               
1988 – Der 500.000ste Ibiza rollt am 7. Juli vom Band. Die Jahresproduktion beträgt 430.000 Einheiten. Erstmals seit 1977 macht SEAT wieder Gewinn:
            1,860 Millionen Peseten. Die Verkaufszahlen für SEAT Fahrzeuge erreichen 324.737 Einheiten, den Hauptanteil davon hält die Ibiza-Baureihe mit
            189.572 Einheiten. SEAT erhält am 27. Juni den Zuschlag als Hauptsponsor für die 25. Olympischen Sommerspiele 1992 in Barcelona.
1989 – Grundsteinlegung für das neue SEAT-Stammwerk in Martorell, etwa 30 Kilometer außerhalb von Barcelona. SEAT wird in den nächsten Jahren
            mehr als 400 Milliarden Peseten (über 4 Milliarden DM) für das modernste Werk in Europa investieren. Aktuell erreicht die Produktion mit 474.149
            Fahrzeugen einen neuen Rekord. Täglich entstehen jetzt 1.591 Modelle in Barcelona und 571 Fahrzeuge in Pamplona. Das sind 20 Fahrzeuge pro
            Mitarbeiter pro Jahr (1981: 8,9 Fahrzeuge). Die Verkäufe übersteigen eine halbe Million Einheiten, der Gewinn springt auf 7,862 Milliarden Peseten.
            SEAT führt beim Ibiza die geregelte Katalysator-Technik ein.
                                                                                                             


Quellen:
Seat Deutschland GmbH
(Text), Museoseat.com, Wikipedia.de (Bilder)